Das Kannenbäckerland

Die Kulturlandschaft “Kannenbäckerland” im Westerwald liegt östlich von der Römerstadt Koblenz. Der Westerwald wurde durch seine Tonvorkommen berühmt und machte sich dadurch einen Namen in der Keramikindustrie.

Städte wie Höhr-Grenzhausen, Ransbach-Baumbach, Hillscheid, Wirges u.v.a. nutzten den Ton und schufen dadurch Gebrauchskeramik, aber auch Kunst. Der gewonnene Ton wurde schon 800 v. Chr. zur Herstellung von Gefäßen verwendet und später von den Römern und Franken weitergenutzt. Um 1600 entstanden die ersten Zunftordnungen, die zum salzglasierten, grau-blauen Steinzeug führte. Mitte des vorherigen Jahrhunderts entwickelte sich die Keramikindustrie, die die Infrastruktur des Landes prägt. 1879 wurde die “Keramische Fachhochschule” in Höhr-Grenzhausen gegründet, an der Frau Hiltrud Wagner und Herr Theo Günster studierten.

Heute sind die meisten kleinen Töpferbetriebe von maschinell, vollautomatisierten Großserienfertigungen verdrängt wurden. Die Firma Herkenroth-Keramik ist eine der letzten traditionellen Familienbetrieben, die die handgearbeitete Keramikkunst betreibt. 

Natürlich ist aber auch der Westerwald eine Reise wert. Die reizvolle Landschaft mit den zahlreichen Wäldern, den Seen und 
den Tongruben bleibt ein unvergessenes Erlebnis mit vielen Kultur- und Freizeitmöglichkeiten.